OpenStorage AG Deutschland OpenStorage AG Schweiz OpenStorage AG Frankreich OpenStorage AG Belgien OpenStorage AG Niederlande OpenStorage AG Luxemburg
Deutschland +49 6134 25722 - 0   Schweiz +41 41 768 8200

IBM

65 Jahre Festplatte

IBM präsentierte am 14. September 1956 das weltweit erste Festplattenlaufwerk. In Deutschland ist es das Jahr, in dem man die Gründung der Bundeswehr beschließt (in der ehemaligen DDR wird parallel die NVA gegründet) und in Europa wird der Volksaufstand in Ungarn niedergeschlagen.

Die IBM 350 war Bestandteil des Computers IBM 305 RAMAC Model 1 (ein Vakuumröhrensystem). RAMAC bedeutet Random Access Method of Accounting and Control. Das 305 System ging bis zum Model 14, dass 1959 auf den Markt kam. 1961 wurde die Produktion eingestellt und 1969 wurden alle Modelle vom Markt genommen.

Entwickelt wurde das Laufwerk im IBM Forschungszentrum in San José (Kalifornien). Lochkarten waren bis dahin noch Stand der Technik und das Hauptgeschäft der IBM. Eine Lochkarte ist ein aus stabilem dünnem Karton gefertigter Datenträger, der zur Speicherung von Daten und Programmen verwendet wurde. In ihr wurden die Dateninhalte durch einen Lochcode abgebildet, der mithilfe von elektro-mechanischen Geräten erzeugt und ausgelesen wurde. Handarbeit war hier noch notwendig, denn der Anwender musste die Lochkarten immer aufgabengerecht umsortieren und dazu häufig auf Tischen auslegen. Nach Alternativen suchte IBM erst, als der schärfste Konkurrent die technisch führenden Hersteller von Trommelspeichern und dem UNIVAC mit Magnetband aufkaufte. IBM suchte nun nach einer Technologie, die kurze Zugriffszeit mit großer Speicherkapazität verband. Die Idee einen Plattenspeicher in die Tat umzusetzen kam im April 1953.

Eine IBM 350 ist 173 cm hoch, 152 cm breit und 74 cm tief. Sie fasst etwa 5 Millionen 6-Bit-Zeichen. Das sind umgerechnet 3,75 Megabytes. Es konnten 5 Millionen Zeichen gespeichert werden. Sie enthält 50 Aluminiumplatten von 61 cm Durchmesser, die beidseitig magnetisierbar beschichtet und in Abständen von 8 mm auf eine Welle gestapelt sind. Der Plattenstapel rotiert mit 1200 Umdrehungen pro Minute. Zum Speichern und Lesen von Daten werden zwei Arme mit Schreib- und Leseköpfen vertikal zu den jeweiligen Platten und anschließend unter oder über diese gefahren. Die Köpfe werden mit Druckluft auf Abstand zu den Platten gehalten. Ein entsprechender Kompressor ist in der IBM 350 enthalten. Die Zugriffszeit beträgt durchschnittlich 0,6 Sekunden.

Miete statt Kauf!

IBM 350 wurden nicht verkauft, sondern für 650 US-Dollar pro Monat vermietet (Das Äquivalent von 650 USD im September 1956 ist 6543 USD im August 2021).
Am 18. August 1969 wurden alle vom Markt genommen.

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung der Seiten der OpenStorage AG erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.     Mehr Infos     OK